Die beste Kamera der Welt

Das Wochenende habe ich kurzentschlossen in Amsterdam verbracht. Und nicht erst beim Koffer packen quälte mich die eine Frage: Welche Kamera nimmst Du mit? Drei standen zur Auswahl: Eine grosse und schwere Spiegelreflex, eine kleine und leichte (Edel)kompakte und ein Smartphone. Letztgenanntes kann ja nicht ernsthaft als Kamera bezeichnet werden – und doch mache ich die meisten Bilder damit.

Ja, gar nicht so einfach zu beantworten die Frage. Die Spiegelreflex macht, zumindest rein qualitativ betrachtet, mit den hochwertigen Objektiven und dem grossen Sensor die besten Aufnahmen. Bringt aber eben auch ordentlich Gewicht mit. Da ich nicht ausschliesslich zum Fotografieren nach Amsterdam wollte, fiel es mir schwer – im wahrsten Sinne des Wortes – mich für diese Kamera zu entscheiden. Zumal für Nachtaufnahmen auch noch ein Stativ im Handgepäck Platz finden sollte. Und die Spiegelreflex trägt nur mein Teleskop-Stativ aus Carbon sicher. Für die Kompakte habe ich ein kleineres und leichteres Stativ. Zwar nur wenige Zentimeter gross, doch durch die biegbaren Beine lässt sich oftmals dennoch ein guter Standort finden. Etwa an einem Brückengeländer oder einer Strassenlaterne.

Sony RX100

Eigentlich hatte ich mich schon bei der Fragestellung für die Kompakte entschieden. Und doch beschäftigte mich die Frage deutlich länger. Mein innerlicher Konflikt bestand darin, eine hochwertige Spiegelreflex mein Eigen zu nennen und diese nun nicht zu nutzen. Das kann doch nicht richtig sein. Ich probierte daraufhin verschiedene Variationen von Kamera, Objektiven und Stativ aus, packte alles in meinen Rucksack und stellte schliesslich fest: zu schwer. Einfach zu schwer, um damit den ganzen Tag herum zu laufen.

Und so ist meine Erkenntnis: Die beste Kamera ist die, die man (gern) dabei hat.

Tschüss
Euer Tim