Das gedruckte Bild

Eine Fotowand einzurichten stand schon seit Monaten auf meiner Todo-Liste. WeeklyPic sei Dank, mache ich wieder regelmässig neue Bilder. Und so rückte besagter Punkt in der Liste ganz weit nach oben. Gestern nun konnte ich einen Haken davor setzen. Erledigt!

Die Fotowand befindet sich bei mir im Flur, direkt neben einem Sicherungskasten. Da ich mich nicht getraut habe in seiner Nähe Nägel in die Wand zu hauen, habe ich einfach Nadeln verwendet und zwischen Tapete und Wand gesteckt. Statt eines Drahtseils habe ich Büroklammern aneinander gekettet. Die Fotos befestige ich mit Mini-Wäscheklammern. Man könnte auch kleine Magnete nehmen. Die habe ich gestern aber nicht mehr bekommen.

Mit einfachen Mitteln habe ich eine kahle Wand verschönert. Und gedruckte Bilder machen echt was her! Unbedingt nachmachen.

Tschüss
Euer Tim

Die beste Kamera der Welt

Das Wochenende habe ich kurzentschlossen in Amsterdam verbracht. Und nicht erst beim Koffer packen quälte mich die eine Frage: Welche Kamera nimmst Du mit? Drei standen zur Auswahl: Eine grosse und schwere Spiegelreflex, eine kleine und leichte (Edel)kompakte und ein Smartphone. Letztgenanntes kann ja nicht ernsthaft als Kamera bezeichnet werden – und doch mache ich die meisten Bilder damit.

Ja, gar nicht so einfach zu beantworten die Frage. Die Spiegelreflex macht, zumindest rein qualitativ betrachtet, mit den hochwertigen Objektiven und dem grossen Sensor die besten Aufnahmen. Bringt aber eben auch ordentlich Gewicht mit. Da ich nicht ausschliesslich zum Fotografieren nach Amsterdam wollte, fiel es mir schwer – im wahrsten Sinne des Wortes – mich für diese Kamera zu entscheiden. Zumal für Nachtaufnahmen auch noch ein Stativ im Handgepäck Platz finden sollte. Und die Spiegelreflex trägt nur mein Teleskop-Stativ aus Carbon sicher. Für die Kompakte habe ich ein kleineres und leichteres Stativ. Zwar nur wenige Zentimeter gross, doch durch die biegbaren Beine lässt sich oftmals dennoch ein guter Standort finden. Etwa an einem Brückengeländer oder einer Strassenlaterne.

Sony RX100

Eigentlich hatte ich mich schon bei der Fragestellung für die Kompakte entschieden. Und doch beschäftigte mich die Frage deutlich länger. Mein innerlicher Konflikt bestand darin, eine hochwertige Spiegelreflex mein Eigen zu nennen und diese nun nicht zu nutzen. Das kann doch nicht richtig sein. Ich probierte daraufhin verschiedene Variationen von Kamera, Objektiven und Stativ aus, packte alles in meinen Rucksack und stellte schliesslich fest: zu schwer. Einfach zu schwer, um damit den ganzen Tag herum zu laufen.

Und so ist meine Erkenntnis: Die beste Kamera ist die, die man (gern) dabei hat.

Tschüss
Euer Tim

Exifgeflüster

Die erste Kalenderwoche in 2018 liegt schon wieder hinter uns und damit wurde auch der erste Schwung Bilder auf dieser Seite am Sonntag der Öffentlichkeit zur Schau gestellt. Als ich mir selbst mal abends die Zeit nahm, die Bilder in aller Ruhe zu betrachten, musste ich einige Male innerlich WOW sagen. Also ganz im Ernst: Einige von euch haben die Messlatte ganz schön hoch gehängt! Ein bisschen mag es vielleicht an meiner Wahrnehmung liegen, die nämlich die Bilder anderer Fotografen tendenziell besser findet, als die eigenen. Aber auch abseits dieser selbstkritischen Betrachtung, sieht man diesen Bildern schon an, dass sich da nicht nur jemand Gedanken um Bildgestaltung gemacht hat, sondern dies auch fotografisch gekonnt umgesetzt wurde.

Ich bin schon ein bisschen stolz. Mehr auf euch, auf das Projekt, als auf mich selbst. Und ich bin ganz gespannt, wie sich alles entwickeln wird. Doch eigentlich wollte ich über was ganz anderes schreiben 😉 Gar nicht über die Bilder selbst, sondern über das, was quasi zwischen den Zeilen zu lesen ist: Dem Exifgeflüster. Jeder Fotoapparat schreibt neben den eigentlichen Bilddaten auch jede Menge Metadaten mit in die Bilddatei: ISO, Blende, Aufnahmezeitpunkt, Verschlusszeit, manchmal Ortsinformationen (GPS) et cetera. Damit erzähle ich euch Fotografen nichts Neues, aber wir haben ja auch den einen oder anderen Besucher hier. Das ist in etwa so wie Videotext beim Fernsehen. Das ist irgendwo versteckt im Bild enthalten, aber nicht direkt sichtbar.

Ich fand die Idee spannend, diese Informationen mal zu sammeln, um sie später auswerten zu können. Und damit habe ich dann auch bald begonnen. Immer wenn von euch ein neues Bild hochgeladen wird, werden die Exifdaten ausgelesen und in einer Datenbank gespeichert. Spannend kann es werden, wenn man diese Informationen kreativ miteinander verknüpft und so Aussagen treffen kann, die einzelne Bilder nicht preisgeben. Damit seid dann auch ihr und eure Kreativität bei der Auswertung der Daten gefragt. Schreibt mir gern unten in die Kommentare, welche „kranken“ Auswertungen euch einfallen (: Eine völlig harmlose Umsetzung dieser Idee könnt ihr auf dieser Seite sehen.

So. Das liest sich doch so langsam eh keiner mehr durch. Also komme ich besser zum Schluss.

Tschüss
Euer Tim