Geteiltes Leid ist halbes Leid…

Viele werden es kennen: Es gibt genügend Fotografen im Bekanntenkreis, auch einige die etwas ernsthafter fotografieren. Man versucht immer mal wieder einen Fotowalk zu vereinbaren, doch immer kommt die Arbeit etc. dazwischen.

So ging es mir ebenfalls. Ein Freund von mir wohnt gar nicht weit von hier und wir suchen seit fast einem Jahr nach einem guten Termin für ein Sonnenaufgangsshooting auf der Nordbrücke von Bonn…

Fast jeden Sonntag fahre ich zum Sonnenaufgang über diese Brücke, aber immer mit einem gewissen Termindruck oder / und mit Familie im Gepäck. Da hält man nicht mal eben an und macht Bilder.
Dann gibt es Tage wo man los könnte – natürlich passt dann das Wetter nicht, etc.

Nun denn im Februar war es endlich soweit:
Rosenmontag sollte es losgehen!
Sonnenaufgang über dem Siebengebirge/über dem Rhein mit Bonn und dem DHL Tower davor – so die Theorie.

Um 05:30 Uhr bin ich bei eisiger Kälte los und habe meinen Mitfotografen eingesammelt. OK, leichter Nieselregen, aber der sollte sich doch verziehen… Die Wolken am Himmel sollten laut diverser Wetterapps rechtzeitig aufreissen…
So die Theorie.

Als wir aus dem Auto stiegen ging erst mal ein Graupelschauer auf uns Nieder.
Natürlich haben wir trotzdem alles aufgebaut – erster Schreck: Kein Putztuch für die Frontlinse dabei… gut gemacht… Gut wenn man jemanden mitnimmt der mitdenkt und aushelfen kann.

Während wir auf den Sonnenaufgang warten vertreiben wir uns die Zeit mit Bildern von der Nordbrücke.
Dem Nieselwetter sei dank spritzen uns die Autos natürlich die Linsen voll…

Frust machte sich breit – Foto – wischen – Foto – wischen etc…

Wie auf einer Brücke üblich war es natürlich windig und wir waren binnen Minuten durchgefroren.

Langsam wurde es heller, aber die Sonne lies sich nicht blicken. Noch dazu schwankte die Brücke sehr stark – Langzeitaufnahmen waren nur begrenzt möglich

Also habe ich mich wieder mehr dem Verkehr und der Brücke zugewandt.
Überrascht war ich dabei vom Bildstabilisator meiner noch recht neuen OMD.

Am Ende standen wir 2 Stunden in der Kälte – es war hell geworden aber die Sonne haben wir nicht gesehen.

Im Anschluss daran sind wir noch in den Bonner Wildpark gefahren – ein neues Tele ausprobieren… Mit der Ausbeute war ich nicht wirklich zufrieden.

Durchgefroren fahren wir zum Bäcker und genehmigen uns ein spätes Frühstück.

Um 12:00 war ich wieder zu Hause – glücklich und zufrieden.

Die Bilder, die entstanden sind, sind nicht das was ich mir erhofft oder erwartet habe. Sie sind nicht gut, nichts besonderes, aber die Zeit, die wir über Bildausschnitte, Fotografen, Bilder, lohnende Ausflugsziele etc. gesprochen haben war genau das was ich gebraucht habe!

Zusammen losziehen, Bilder machen und sich über Bilder – weniger über Technik – zu unterhalten, das ist etwas was mich weiter bringt und ich jedem nur empfehlen kann!

Viel Spaß beim gemeinsamen fotografieren und über Fotos reden!

Tobias

Das gedruckte Bild

Eine Fotowand einzurichten stand schon seit Monaten auf meiner Todo-Liste. WeeklyPic sei Dank, mache ich wieder regelmässig neue Bilder. Und so rückte besagter Punkt in der Liste ganz weit nach oben. Gestern nun konnte ich einen Haken davor setzen. Erledigt!

Die Fotowand befindet sich bei mir im Flur, direkt neben einem Sicherungskasten. Da ich mich nicht getraut habe in seiner Nähe Nägel in die Wand zu hauen, habe ich einfach Nadeln verwendet und zwischen Tapete und Wand gesteckt. Statt eines Drahtseils habe ich Büroklammern aneinander gekettet. Die Fotos befestige ich mit Mini-Wäscheklammern. Man könnte auch kleine Magnete nehmen. Die habe ich gestern aber nicht mehr bekommen.

Mit einfachen Mitteln habe ich eine kahle Wand verschönert. Und gedruckte Bilder machen echt was her! Unbedingt nachmachen.

Tschüss
Euer Tim